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Nächtliche Treffen

Damit ich wenigstens für kurze Zeit ihre Freundin sein konnte, schlich ich mich nachts nach draußen. Ich stand immer unter ihrem Bad Fenster. Dann war meine Zeit. Ich war gewissermaßen Aschenputtel. Die Nacht gehörte mir, wenn auch nur für wenige Stunden. Ich konnte sie küssen und alles war perfekt. In meinem Kopf hämmerte zwar immer dieser eine Gedanke, dass ich hinten angestellt wurde, doch diesen ignorierte ich gekonnt. Durch meine dicke rosarote Brille, sah ich leider die Realität nicht. Doch die nackte Wahrheit holte mich schnell ein. Eines Abends hatte sie eine Entscheidung gefällt. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, obwohl es mir in die Hose gerutscht war. Meine Hände zitterten und das nicht vor Kälte. Sie entschied sich für ihn. Peinlich, aber wahr- ich saß nach dieser Erkenntnis mehrere Stunden lang da und weinte. Ich wusste nicht mal, dass so viel Flüssigkeit in mir ist! Scheinbar wusch sich dabei die rosarote Brille ab. Ich erkannte, dass sie nie wirklich in mich verliebt war, denn sie war nun mal hetero. Der Hass blieb. Wie konnte sie mich so anlügen? Wie konnte sie so mit meinen Gefühlen Spielen? Ich verstand es nicht. Wieso hatte sie mich angelogen? Die Erkenntnis brachte mich leider nicht viel weiter, da ich sie immer noch liebe.. Ich hasse Gefühle.
20.1.16 22:16


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Als ich es ihr sagte

Meiner beste Freundin (nennen wir sie der Diskretion wegen mal Mrs.X) wollte ich es als erstes erzählen. Schließlich ist sie die Person, in die ich verliebt bin. Ungefähr zwei Wochen hatte ich mich auf dieses eine Gespräch vorbereitet. Und als ich dann mit klopfendem Herzen vor ihr stand, hab ich es fast nicht rausbekommen. Als es mir dann über die Lippen kam, war ich erleichtert. Sie reagierte genau so wie ich es mir erhofft hatte. Sie meinte, sie liebte mich auch. Das Problem war, dass weder sie, noch ich Single waren. Für mich war das Ganze kein Problem. Ich wollte meine Beziehung eh beenden, da ich nun mal als Lesbe nicht mit einem Jungen zusammen sein wollte, bzw. konnte. Da sie jedoch keine Anstalten machte ihn zu verlassen, war ich die Affäre. Es war schrecklich für mich. Ich fühlte mich wie die böse Stiefschwester, die daneben stehen muss, während Aschenputtel den Prinzen küsst, den ich haben wollte. Nur das ich die Prinzessin begehrte. In der Öffentlichkeit konnte ich nie ihre Hand halten, geschweige denn sie küssen, doch er durfte das alles, denn er war schließlich offiziell ihr Freund. Es wurmte mich mehr und mehr über die Zeit, dass ich nur die Nummer zwei war. Ich versuchte sie vorsichtig zu einer Antwort zu drängen, doch sie vertröstete mich immer auf später. Keine Glanzzeit in meinem noch so kurzen Leben.Lg Lou
20.1.16 22:04


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